Unser Dillingen
Unverwechselbare Atmosphäre
Die Große Kreisstadt Dillingen beweist ihre zentrale Bedeutung für die Region mit zahlreichen Marktveranstaltungen, denen der historische Charakter des Stadtzentrums eine unverwechselbare Atmosphäre verleiht. Stadtverwaltung und Wirtschaftsvereinigung sorgen dabei für ein breites Angebot, das durch die an Marktsonntagen geöffneten Fachgeschäfte ergänzt wird.
Universitätsstadt Dillingen
Ein Meilenstein für die kulturelle Entwicklung der Stadt Dillingen war die Gründung der Universität 1549.
Wesentliche Impulse der katholischen Geistesgeschichte gingen bis in das 19. Jahrhundert von hier aus, die Stadt wurde durch die Jesuiten zu einem Zentrum der Gegenreformation und hatte eine Sonderstellung im Geistes- und Kulturleben Südwestdeutschlands.
Über 30.000 Studenten wurden bis 1971 an der späteren Philosophisch-Theologischen Hochschule ausgebildet. Die Akademie für Lehrerfortbildung führt seither die Tradition Dillingens als Ausbildungsstätte mit hohem Qualitätsstandard fort.
Schwäbisches Rom
Die von den Augsburger Fürstbischöfen geprägte Geschichte und seine zahlreichen Kirchen und brachten Dillingen den Ehrentitel "Schwäbisches Rom" ein. Hochwertige Kirchenschätze und andere Kostbarkeiten von kunstgeschichtlichem Rang warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.
Herausragendes Beispiel für ein von jesuitischem Geist geprägtes Gotteshaus ist die Studienkirche. Die ehemalige Universitätskirche wurde besonders reich im Stil der Rokokozeit ausgestaltet. Dem Bistum Augsburg diente sie jahrhundertelang als Weihestätte für Priester.
St. Peter, die Stadtpfarrkirche, entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Als Kathedralkirche des Bistums erlangte sie ihre besondere Bedeutung während der bischöflichen Residenzzeit. 1979 wurde sie durch Papst Johannes Paul II. zur Basilika minor erhoben. Als solche trägt sie am Eingang das Papstwappen des amtierenden Papstes. In Deutschland gibt es nur 69 Kirchen mit diesem besonderen Rang.
Herausragende Persönlichkeiten
Sebastian Kneipp
Sebastian Kneipp ist die bekannteste Persönlichkeit, die zeitweise in Dillingen lebte und studierte. Ende des 19. Jahrhunderts wurde er von der "Washington Post" zum drittberühmtesten Mann der Welt gekürt, gleich nach Präsident Roosevelt und dem Reichskanzler Bismarck.
In Dillingen studierte er Theologie und kurierte seine lebensbedrohliche Lungenkrankheit durch Bäder in der Donau. Dieser Heilerfolg wurde zur Grundlage für die Entwicklung der Wassertherapie als ersten Baustein der kneippschen Gesundheitslehre mit ihrer Fünf-Säulen-Therapie.

Auf Kneipps Spuren
An Kneipps Zeit in Dillingen erinnern überwiegend die ehemalige Universität mit dem Goldenen Saal, die Studienkirche und das einstige Gymnasium. Zeitweise wohnte Sebastian Kneipp direkt neben der Studienkirche im Jesuitenkolleg.
Wandeln Sie auf dem zweiteiligen, beschilderten Rundweg auf seinen Spuren: es gibt 9 Stationen durch die Altstadt und den Taxispark sowie 4 Stationen durch den Auwald zur Donau.
Besondere Bauwerke
Basilika St. Peter
Die Basilika St. Peter wurde 1619/1628 errichtet und ist ein Bauwerk Johann Alberthals. Die Stukkaturen und Deckenfresken stammen aus den Jahren 1734 und 1735.
Wolfgang Amadeus Mozarts Urgroßvater, David Motzhardt, fügte 1669/70 den Achteckaufsatz des Turmes hinzu, 1979 folgte die Erhebung zur Päpstlichen Basilika durch Papst Johannes Paul ll.
Schloß
Das Schloss ist das machtvollste Bauwerk Dillingens. Die ältesten Bauteile stammen aus der Stauferzeit, im 15. und 16. Jahrhundert wurde es zu einem Burgschloss umgestaltet. Es war jahrhundertelang Residenz der Fürstbischöfe von Augsburg.
Sehenswert sind vor allem die reizvolle gotische Madonna (um 1517 am westlichen Eingang) und die erneuerte Ulrichskapelle (14. Jahrhundert, heutiger Zustand aus der Zeit um 1740) im Schlossgarten.
Studienkirche -Mariä Himmelfahrt-
Die Studienkirche "Mariä Himmelfahrt" ist die ehemalige Jesuiten- und Universitätskirche und der bedeutendste Dillinger Sakralbau. In den Jahren 1610 – 1617 erbaut nach Entwürfen des kaiserlichen Kammermalers Joseph Heintz unter der Mitwirkung bedeutender Künstler, wie z. B. Johann Alberthal, Thomas Scheffler und Michael Fischer gilt sie als Vorläufer einer großen Anzahl süddeutscher Barockkirchen.
Goldener Saal
In der Akademie für Lehrerfortbildung (ehemalige Universität) befindet sich der "Goldene Saal".
Als im Jahre 1688/89 der neue Akademiebau erstellt wurde, richtete man im Obergeschoß einen Kongregationssaal ein, der in den Jahren 1761-64 in den prunkvollen Formen des späten Rokoko ausgeschmückt wurde.
Betritt man den Treppenaufgang zum Goldenen Saal der Akademie durch das von Matthias Ader kunstvoll gearbeitete Gittertor, so nimmt man, beginnend mit dem geschmiedeten Marienmonogramm, sofort das beherrschende Thema wahr. Auch die den Gang des Besuchers nach oben begleitenden Stuckmedallions erzählen eindrucksvoll die Geschichte Mariens, endend mit der Herz Jesu-Darstellung auf der Portalkrone zum Goldenen Saal, geweiht der Jungfrau Maria.
Der mit zehn Lichtachsen auf 30 x 12 x 6,50 Metern längs konzipierte Saal endet westlich mit einem viersäuligen Baldachin-Altar (heute ohne Altartisch) und östlich mit einer Musikempore.
Der Kunstschreiner J. Hartmuth fertigte als letzte Arbeit den Saalboden aus den vier heimischen Holzarten Eiche, Kirsche, Ahorn und Haselnuss.
Das riesige Deckenfresko von Joh. Anwander zeigt in allen vier Himmelsrichtungen eindrucksvolle Schilderungen der Universität, der Stadtarchitektur, symbolhafte Darstellungen von Maria als Immakulata, Fakultätspatrone und Gründerfiguren, sowie allegorische Anspielungen auf die einzelnen Fakultäten.







